Osteopathie für Säuglinge

Aus rechtlichen Gründen wird darauf hingewiesen, dass in der Benennung der beispielhaft aufgeführten Anwendungsgebiete selbstverständlich kein Heilversprechen oder die Garantie einer Linderung oder Verbesserung aufgeführter Krankheitszustände liegen kann. Die Anwendungsgebiete beruhen auf Erkenntnissen und Erfahrungen in der hier vorgestellten Therapierichtung (Osteopathie) selbst. Nicht  für jeden Bereich besteht eine relevante Anzahl von gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen, d.h. evidenzbasierten Studien, die die Wirkung bzw. therapeutische Wirksamkeit belegen.

Gerade die Behandlung von Säuglingen mit Problemen, die auf die Zeit der Schwangerschaft, Entbindung oder spätere physische (körperliche) oder psycho-emotionale Traumata zurückgehen, zählen zu den typischen Aufgaben der osteopathischen Medizin.

Typische Symptome wie „Spucken“ oder ungenügendes Saugen,
„3-Monatskolik“ bzw. Verdauungsprobleme,
sogenannte Schreikinder“,
aber auch Muskeltonusstörungen, Körpersymmetriestörungen, Kopfasymmetrien und Entwicklungsverzögerungen sind typische Konsultationsmotive.

Eine osteopathische Behandlung ist sehr tiefgreifend. In manchen Fällen reicht schon eine Behandlung aus. Bei schwierigen und "alten" Problemen ist eher ein längerer Behandlungszeitraum zu erwarten.


Hinweise zum sogenannten „KISS- bzw. KIDD-Syndrom“:
Die "kopfgelenkinduzierte Symmetriestörung" (KISS) wurde von Dr. Heiner Biedermann definiert. Es handelt sich um kein anerkannt-wissenschaftliches Syndrom. Nach Dr. Biedermann ist eine Asymmetrie der Kopfgelenke selbst die Ursache für bestimmte Symptome. Allerdings sollte der Kreis von möglichen Ursachen und deren Wirkungen auf die Kopfgelenke wesentlich weiter gezogen werden. Ursachen für Symmetriestörungen sind unter anderem Zwangslagen in der Gebärmutter  oder Probleme während des Geburtsprozesses.
Das Gewebe des 1. Halswirbels ist im Bezug zum gegenüberliegenden Anteil des Hinterhauptbeines noch viel, „weicher“ und somit verletzbarer. Mit sehr sanften
osteopathischen Verfahren wird an den Ursachen gearbeitet, die häufig garnicht im Bereich der Kopfgelenke liegen. Sehr schlimm für das Gewebe sind manipulative „Einrenkmannöver“ des 1. Halswirbels und können sich auf das weitere Leben dieses Menschen negativ auswirken.
In der Region der hinteren Schädelgrube und den oberen Halswirbeln sitzen viele sehr wichtige Zentren für Vitalität, Haltung und Bewegung und weitere integrative Funktionen. Ein Ungleichgewicht dieser Region kann hinreichende Folgen im Bereich des Bewegungsapparates, der Wahrnehmung, kognitiver Leistungen und weiteres haben.


Hinweis zur Kopfasymmetrie:
International anerkannte Studien haben gezeigt, dass der sogenannte "plötzliche Kindstod" mit der Bauchlage als Schlaflage stark zusammenhängt. Leider zeigt sich aber auch, dass Säuglinge und Kleinkinder in ihren Wachphasen häufig kaum oder garnicht in Bauchlage gelagert werden. So zeigen sich in den letzten Jahren gehäuft Kopfasymmetrien. Ein Zusammenhang von Vermeiden der Bauchlage und Kopfasymmetrie ist sehr deutlich erkennbar.

Tipp:
Lagern Sie Ihr Kind in Wachphasen auch auf dem Bauch. Lagewechsel fördern die Entwicklung!


Einen Fragebogen zur Anamnese für die Erstbehandlung finden Sie unter „Downloads“ in der Navigationsleiste.

Allgemeines zur Osteopathie erfahren Sie unter dem Stichwort „Humanosteopathie“ in der Navigationsleiste.


Literaturhinweis:
Titel: Osteopathie – so hilft sie ihrem Kind
Autoren: Christoph Newiger und Birgit Beinborn
Verlag: TRIAS
ISBN: 9783830432890